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Wann wird der letzte Bitcoin abgebaut und was passiert dann?

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    Bei der Frage, wie lange es dauert, bis der letzte Bitcoin gemint wird, müssen wir verstehen, dass seine Menge auf 21 Millionen begrenzt ist. Es wird geschätzt, dass das Netzwerk um das Jahr 2140 keine neuen Bitcoins mehr produzieren wird. Die Blocksubvention wird auf Null sinken, aber die Miner werden weiterhin Transaktionsgebühren erhalten, die einen immer größeren Teil der Blockbelohnung ausmachen. Die Einnahmen der Miner und damit die Sicherheit von Bitcoin werden vollständig von diesen Transaktionsgebühren abhängen. Die Auswirkungen des Erreichens der Bitcoin-Obergrenze sind vielschichtig und betreffen das Bitcoin-Wirtschaftsmodell und die Anreize für Miner.

     

    Wann wird der gesamte Bitcoin gemined sein?

     

    Gemäß dem von Satoshi Nakamoto erstellten Protokoll wird der gesamte Bitcoin bis zum Jahr 2140 abgebaut sein. Das Bitcoin-Netzwerk arbeitet nach einem vorher festgelegten Ausgabeplan, wobei neue Bitcoins als Belohnung für Miner geschaffen werden, die Transaktionen erfolgreich validieren und zur Blockchain hinzufügen. Durch diesen Prozess, der als Mining bekannt ist, wird die Blockbelohnung etwa alle vier Jahre durch einen Mechanismus halbiert, der als "Halving" bezeichnet wird. Infolgedessen sinkt die Rate der Bitcoin-Neuschöpfung im Laufe der Zeit, bis sie schließlich Null erreicht. Im Jahr 2140 wird das Gesamtangebot an Bitcoin seine Höchstgrenze von 21 Millionen Münzen erreicht haben, was das Ende des Mining-Prozesses bedeutet.



     

    Was passiert, wenn der gesamte Bitcoin abgebaut ist?

     


    • Keine Block-Belohnungen mehr: Bitcoin-Miner erhalten Block Rewards als Anreiz für die Validierung von Transaktionen und die Aufrechterhaltung der Sicherheit des Netzwerks. Sobald alle Bitcoin abgebaut sind, gibt es keine Block-Belohnungen mehr, und die Miner sind nur noch auf die Transaktionsgebühren angewiesen, um Einnahmen zu erzielen.
    •  Erhöhte Abhängigkeit von Transaktionsgebühren: Da keine neuen Bitcoin geschaffen werden, werden die Miner zunehmend auf Transaktionsgebühren angewiesen sein, um ihren Betrieb aufrechtzuerhalten. Dies kann zu höheren Transaktionsgebühren führen, da die Miner darum konkurrieren, die Transaktionen zu priorisieren.
    •  Dynamik von Angebot und Nachfrage: Das begrenzte Angebot von Bitcoin, gepaart mit einer steigenden Nachfrage, könnte den Preis mit der Zeit in die Höhe treiben. Da die Knappheit zunimmt, könnte der Wert von Bitcoin im Vergleich zu Fiat-Währungen steigen, was ihn zu einem attraktiven Wertaufbewahrungsmittel macht.
    •  Verschiebung der Mining-Ökonomie: Die Mining-Landschaft wird sich erheblich verändern, da die Miner von Block-Belohnungen zu Transaktionsgebühren übergehen. Miner mit niedrigeren Betriebskosten und einer effizienten Infrastruktur könnten profitabel bleiben, während andere aufgrund geringerer Rentabilität aus dem Markt ausscheiden könnten.
    •  Fokus auf Layer-2-Lösungen: Mit dem Potenzial für höhere Transaktionsgebühren auf der Haupt-Bitcoin-Blockchain könnte das Interesse und die Akzeptanz von Layer-2-Skalierungslösungen wie dem Lightning Network zunehmen, um schnellere und günstigere Transaktionen zu ermöglichen.
    •  Entwicklung des Ökosystems: Das Ende des Bitcoin-Minings wird einen Meilenstein in der Entwicklung des Bitcoin-Ökosystems markieren. Entwickler, Investoren und Nutzer werden weiterhin innovativ sein und sich an die sich verändernde Dynamik anpassen, was möglicherweise zu neuen Anwendungsfällen und Anwendungen für Bitcoin und die Blockchain-Technologie führen wird.

     

    Fazit

     

    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Beendigung des Bitcoin-Minings einen Schlüsselmoment in der Geschichte der Kryptowährung darstellen wird, der die wirtschaftliche Landschaft grundlegend verändert und die zukünftige Entwicklung prägt. Wenn der endliche Vorrat an Bitcoin erschöpft ist, wird das Ökosystem von der Ausgabe neuer Münzen durch Mining zu einem Modell übergehen, das sich ausschließlich auf Transaktionsgebühren als Anreiz für die Netzwerkteilnehmer stützt.

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    Eugen Tanase

    Geschäftsführender Direktor, 1BitUp

    Eugen Tanase ist Chief Operating Officer bei 1BitUp. Während seiner langen Karriere im Unternehmensmanagement sammelte er viel Erfahrung in Projekten für erneuerbare Energien, im grenzüberschreitenden Handel mit Energieressourcen und in vielen anderen Bereichen. Ab 2015 beschäftigte er sich mit dezentralen Anwendungen und Blockchain sowie mit dem Bitcoin-Mainstream. Ab 2017 beschäftigte er sich mit WEB3 und Cloud Mining.

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